Italienische Mode – zwischen Tradition und Style

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Italien ist vieles: Kunstoase, Genussregion, Urlaubsland und Fashionmetropole. Italienische Mode greift auf eine lange Geschichte zurück, erfand sich immer wieder neu und blieb sich dennoch in ihren Grundzügen treu. Handwerk, Qualität, Design sind weltweit bekannt. Gepaart mit dem südlichen Lebensgefühl lieben wir Mode «Made in Italy». Wir haben recherchiert, was Italienische Mode so besonders macht.

„Mode ist eine sinnliche und rasche Reaktion auf das Jetzt.“ Designerin Gabriele Strehle, im Interview mit der Süddeutschen Zeitung, spricht dabei von Mode, die mehr als bloßer Zweck ist und vergleicht die deutsche Modeauffassung mit jener im Süden, konkret Italien. Denn nach Strehle ist Mode mehr als nur praktische Bekleidung: „In Frankreich und Italien gehört es für die meisten zum Stil, angezogen zu sein (…). Das gewährt eine Art Basis-Eleganz, unabhängig von Geld, Figur und Alter.“ Die Modedesignerin fasst noch weiter aus: „Sich mit Mode befassen heißt, Ja zum Leben sagen. Oberflächen zu lieben, zu studieren und zu kultivieren ist eine sehr tiefgründige Angelegenheit.“

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Und das beherrschen die Italiener. Auch die Franzosen, aber um die geht es heute nicht. Unser liebster Nachbar am Mittelmeer ist nicht nur Anziehungspunkt für erinnerungswürdige Urlaube sondern auch Vorbild vieler Fragen des Lebensstils: deliziöse Küche, Espresso, Prosecco, Trüffel, Vespa, Alessi, Prada. Das Dolce Vita umfasst eine ganze Lebensphilosophie. Das zeigt sich unter anderem in dem bunten Treiben auf den Straßen, der Melodie der Sprache, in der Kunst, Oper, dem Design und natürlich im modischen Ausdruck.

Italienische Mode und ihre Bedeutung

Es ist unbestritten, Mailand hält sich als die Modemetropole des Landes. Und weltweit. Während hier Fashion Weeks (zumindest vor Pandemiezeiten) und Nobelshops das Stadtbild säumen, ist Mode aber auch im restlichen Italien omnipräsent. Auf einen eleganten Kleidungsstil legen Männer und Frauen gleichermaßen großen Wert, das beinhaltet hochwertige Stoffe, taillierte Schnitte und ausgewählte Accessoires. Kurz gesagt ist der italienische Modestil weltberühmt und heiß begehrt.

Dabei ist er gar nicht so schwer nachzustylen, wenn man auf ein paar Details achtet, die wir Ihnen hier vorstellen:

Italienischer Modestil – Basics

Was die Kleidung betrifft, ist man hier zu Recht selbstbewusst. Denn die jahrhundertealte Tradition bestätigt das Gefühl für Oberflächen und Textiles – vom Florentiner Leder bis hin zur Burano Spitze und hochwertigem Jeansstoff, modische Qualität finden Sie in Italien überall.

Wissen

Burano, eine Insel in der venezianischen Lagune, nur wenige Kilometer von Venedig entfernt, ist für ihre außergewöhnlich schönen, von Hand gefertigten Spitzenwaren bekannt.

Geschichte

Die Wurzeln der modernen Modeindustrie in Italien liegen im 11. bis 16. Jahrhundert, als die künstlerischen Entwicklungen ihre Höhepunkte erreichten. In Bologna, Lucca, Venedig, Mailand, Neapel, Florenz oder Genua wurden Luxuswaren, Hüte, Kosmetikartikel, Schmuck und exklusive Stoffe, Seide oder Wolle gehandelt und produziert.

Italienische Mode – Keypieces und Farben

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Kurze Röcke und Hosen gehören zum Standardrepertoire, ebenfalls seidige Blusen und Tuniken. Für kühlere Monate sind Wollmäntel und (Kaschmir-)Strick unverzichtbare Basics. Feminine Ballerinas, feine Sandalen, coole Sneakers – italienische Mode schafft immer den Spagat zwischen Stil und Trend. Stilettos sind das A und O und kommen in allen Formen und Farben in die Shops. Wedges sind die stilsichere Alternative, zudem sind sie bequemer auf dem Kopfsteinpflaster zu tragen, von dem es in Italien jede Menge gibt.

Ohne Lederwaren geht in Italien nichts: Lederstiefel und Boots zählen zu den absoluten Keypieces für den perfekten italienischen Look. Und zu guter Letzt kommt das absolute Must-have der Italienerinnen: (wallende) Kleider in allen Längen.

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Inspiriert von der Architektur und der Landschaft liegen die bevorzugten Grundtöne im Braun- Orange- und Beige-Bereich. Die Nuancen versprühen eine natürliche Eleganz – und sie lassen sich außerdem herrlich kombinieren, vor allem mit kräftigen Farben, die die Italiener über alles lieben. Wahllos gemixt wird hier aber nicht: Die Farben passen zusammen und greifen sich gegenseitig auf. Meistens steht ein Keypiece im Fokus. Dezentere Farben rahmen dieses ein und die Farbe des Keypieces wird zum Beispiel in den Accessoires wieder aufgefangen.

Stichwort Accessoires: Diese sind unverzichtbar, wenn es darum geht den italienischen Style umzusetzen. Mehrere Schmuckstücke, meist in Gold und nicht zu dezent, werden miteinander kombiniert. Sonnenbrille, Schal, Hut und/oder Lederhandschuhe – mehr ist mehr lautet die italienische Devise. Eine Designerhandtasche rundet das Outfit schließlich stilvoll ab.

Italienische Mode – die Shoppingliste

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Italienische Mode – Shoppingtipp

Die italienischen Konfektionsgrößen (Größe = taglia) für Frauen liegen ungefähr drei Kleidergrößen über den deutschen, was aber bei verschiedenen Modedesignern variieren kann. Eine deutsche Damengröße 38 entspricht etwa einer italienischen 44. Es besteht also kein Grund zur Panik, wenn man in Italien plötzlich zu einer 46 greifen muss, obwohl man doch eigentlich in Deutschland nur Größe 40 hat!

Der Kauf italienischer Schuhe ist glücklicherweise einfacher, denn die Größen entsprechen den deutschen Schuhgrößen.