Karo Kult

Karo ist nicht gleich Karo. Der geschichtsträchtige Stoff ist Kulturgut und Modestatement zugleich. Er demonstrierte eine soziale Zugehörigkeit, heute ist er cool, verschönert Designklassiker und löst neue Trendwellen aus. Doch welche Unterschiede gibt es bei dem Stoff, aus dem heute Modeträume entstehen? Ein Streifzug der Unterschiede.

Karo! Das Kultmuster mit vielen Gesichtern bekommt dieses Jahr besonders viel Aufmerksamkeit von den Designern. Vetements setzt auf Holzfällerkaro und Tartan, Etro auf Pepita-Stoffe in bunten Farben, Marc Jacobs und Dior auf Blockkaro und Talbot Runhof mixt Hahnentritt mit Blumen- und Grafikmuster. Das Spiel mit dem Muster wirft so einige Fragen auf, was denn nun was ist.

1. Vichy

Vichy, im Englischen Gingham genannt, ist ein Streifenmuster in Leinwandbindung. Die gleichen Abstände zwischen den Blöcken ergeben ein ausgewogenens Gesamtbild. Die meist weiße Grundfarbe erinnert an Sommer, sodass das Vichy-Muster gerne für Sommerkleider verwendet wird. Die Abwandlung als Karo ergibt sich durch das Kreuzen der Farbstreifen. Die farbstärkeren Kreuzungspunkte ergeben das beliebte Vichy-Karo. Farblich ist alles möglich, besonders beliebt sind aber rote, blaue und schwarze Karos. Wir sahen sie diesen Sommer als Vichykaro-Kleider oder Vichy-Blusen.

2. Glencheck

Das feine Webmuster ging aus den schottischen Clantartans hervor und war auch lange dem Adel vorbehalten, bis es mit den Jahren den Weg auf die «Straße» schaffte. Gemäß seiner Geschichte deutet der Name auf seine Herkunft hin. „Glen“ für ein „schottisches Bergtal“ und „check“ für „Karo“. In Österreich sind Glencheck bzw. Prince of Wales Check auch als «Esterhazy» und in Frankreich als «Prince de Galle» bekannt.

Das besondere Muster gewinnt man durch unterschiedliche Bindungsarten beim Weben. Dabei verbindet man Karo-Felder mit Überkaros, wodurch sich viele verschiedene Schattierungen und Größen ergeben.

Durch das einst traditionelle Muster bekommen die modisch-neuen Anzüge, Capes, Hosen und Accessoire noch immer eine noble Note verliehen. Aus diesem Grund werden sie gerne für Business-Outfits gekauft. Dem Stil verpflichetet, passt Glencheck besser in die Tagesgarderobe. Wer heute Stilbrüche liebt, der trägt einen Mix aus Casual-Pieces wie Hoodies zusammen mit Klassik-Teilen, und dafür eignet sich ein Glencheck-Blazer oder Mantel hervorragend. Logo-Shirts und Cropped Jeans setzen das Finish. Glencheck-Mode shoppen kann man jetzt überall in Onlineshops und Fashionstores.

Hinweis für den Modekauf: Glencheck wird häufig mit dem Muster «Prince of Wales Check» verwechselt. Bei diesem verläuft ein zweites, kontrastfarbenes Karo über dem Grundmuster. Fragen Sie danach! 😉

3. Pepita und Hahnentritt

Namensgeberin für den Pepita-Stoff (Englisch „shepherd’s check“, Französisch „pepita“) war die spanische Tänzerin Josefa de la Oliva – Pepita ist die Verkleinerung von Pepa und die Kurzform von Josefina. Das meist Schwarz-Weiß-Muster zeichnet sich durch kleinen Karos (maximal 1 cm) aus, die durch schräg verlaufende Linien (Schattenkaros) miteinander verbunden sind.

Im Unterschied wird Hahnentritt (Englisch „houndstooth check“, Französisch „pied-de-poule“) auf Basis der Leinwandbindung gewebt. Die Verlängerungen an den Karoecken werden durch kleine senkrechte und waagerechte Verlängerungen im rechten Winkel miteinander verbunden.

4. Tartan

Der bunte Stoff zeichnet sich durch horizontale und vertikale Streifen in verschiedenen Farben auf einem bunten Hintergrund und mit eingewebtem Streifen, „Sett» genannt, aus. Das Tartan gehört zur Gruppe der Schottenkaros und diente ursprünglich der Wiedererkennung einzelner Clan-Mitglieder. Die Wende ereignete sich in den 60er-Jahren, als das Royal Stuart – Tartanmuster von der Punk-Subkultur auf die Straße geholt und somit auch «entadelt» wurde. Modedesignerin Vivienne Westwood eignete sich das Tartanmuster wiederum an und brachte es auf die Mode-Laufstege. Damit bekam das Tartanmuster seinen endgültigen Platz in der Mode-Welt. Das Image  blieb unverändert und wird heute gerne mit rockig, wild und unangepasst in Verbindung gebracht.

Gewusst wie! Mit karierter Mode – egal ob Blazer im Glencheck, Mäntel mit Hahnentrittmuster oder Kleider in Pepita-Optik – bleiben Sie auf der Trendspur und setzen Statements. Die Klassiker werden jetzt neu aufgelegt. Derzeit ist die Auswahl groß, daher nicht kleinkariert sein und am besten gleich Karo-Mode online shoppen!

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Key-Pieces im Karomuster zum Nachshoppen